Samstag, 11. Juli 2015

Werde Foodsaver in Hamburg!

Jeden Tag werden landen Millionen Tonnen Lebensmittel im Mülleimer. Viele Leute gehen mit dem Essen respektlos um und schmeißen einfach weg, wenn es ihnen nicht schmeckt oder so. Gleichzeitig hungern Millionen Menschen, nicht nur in den 3-Welt-Ländern, sondern auch bei uns, in Hamburg.



Zum Glück gibt es Stiftungen und Vereine, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen und versuchen, Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Einer solcher Vereine ist foodsharing.
Mit tausenden Engagierten und den teilnehmenden Betrieben (Kooperationspartner) setzt er sich für das Ende der Lebensmittelverschwendung ein.
Es wurden schon ca. 1.824.507,50 kg Lebensmittel gerettet, ist das nicht Wahnsinn?

Ich bin auf foodsharing letztes Jahr durch Facebook gekommen. Es gibt dort ein paar Foodsharing-Gruppen für Hamburg und ich habe gesehen, dass meine Freunde auch drin sind.
Wenn man im Kühlschrank etwas übrig hat, kann man das posten und gleich melden sich Leute, die das Essen abholen möchten. Man erfährt auch von den Foodsharing-Aktionen und Veranstaltungen. Jeden Sonntag zum Beispiel, um 14:30 am U-Bahnhof Mundsburg  verteilen die Ehrenamtlichen von dem Projekt Götterspeise Lebensmittel. Man muss nichts vorzeigen (wie bei der Hamburg Tafel die Bescheinigung vom Sozialamt), jeder kann sich etwas aussuchen. Es gibt Obst, Brot, Süßigkeiten und alles mögliche.
Jeden Tag ab 20 h gibt es eine solche Aktion bei Edeka in Eimsbüttel, auch von  der Götterspeise.





Vor ein paar Wochen habe ich einen Admin der Facebook foodsharing-Gruppe, den Flo, kennengelernt und mit ihm an einer Rettungsaktion teilgenommen. Noch mit 2 Frauen zusammen haben wir 2 Kisten mit Essen von dem Supermarkt Bio Company abgeholt. Wir mussten die Lebensmittel erstmal sortieren und einiges wegschmeißen (z.B. vergammeltes Obst). Den Rest haben wir unter uns vereitelt. Falls es noch etwas übrig geblieben wäre, hätten wir das z.B. zu den Fairteilern bringen müssen (soziale Einrichtungen etc). 
Man kann theoretisch alles mit den Sachen machen - Freunden verschenken oder im Internet reinstellen. 




Es ist nicht einfach, ein offizieller Foodsaver zu werden. Man muss zuerst den Test auf foodsharing.de bestehen. Die Fragen sind schwierig und man muss vorher viel auf der Wiki-Seite lesen. 

Dann trifft man sich mit einem Botschaftler aus dem Stadtteil und nimmt man bei 3 Aktionen teil. 
Wenn alles gut klappt, bekommt man einen Ausweis und darf man die Betriebe kontaktieren. Es ist ein verantantwortungsvoller "Job". Es darf nämlich nicht passieren, dass man das Essen nicht abholt.


Jeder kann sich auf foodsharing.de anmelden und z.B. sein Essenskorb zur Verfügung stellen. Ich mache das ab und zu und gucke auch regelmäßig, ob es in meinem Stadtteil andere Essenskörbe gibt.

Ich finde die Initiative genial und empfehle allen, bei foodsharing aktiv zu werden :)